Panzerkreuzer Potemkin

Landesgartenschau

Moderne Stummfilm-Musik ist spätestens wieder seit "The Artist", der  Stummfilm-Produktion des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius ein Spielfeld  für Solisten, Ensembles und Orchester geworden.

Das Emslandorchester unter der Leitung von Dirigent und Musiker René Claudius Esser spielte die neue Musik zu Sergej Eisensteins berühmtem Stummfilm. Komponist ist der Wahlbasler Musiker und Komponist David LeClair.

Ein Film über die Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin, aber auch über die große Treppe im Hafen von Odessa. Auf ihren Stufen findet im Film ein Massaker statt, das Sergej Eisenstein 1925 genial inszeniert hat.

Regisseur Eisenstein, bekannt für seine Montagetechnik, ist ein Meister des Schnitts. Montagetechnik, also das Aneinanderreihen kleinerer Teile, spielt auch in LeClairs Musik eine Rolle. Wie ein Patchwork sei die Musik; Motive und Themen hat er oft auf verschiedene Instrumentalgruppen verteilt.

Bericht NDR 22. April 2013

Bericht EVW 26. April 2013


Stilistisch orientierte sich LeClair an Eisensteins Zeitgenossen Prokofjew und Schostakowitsch.

Das Emslandorchester aus der Region Grafschaft Bentheim / Emsland konzertierte mit der neuen Filmmusik von David LeClair live zum  Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin von 1928 am 05. Mai 2013, 17 Uhr, im Lingener Theater an der Wilhelmshöhe.

Idee des Projektes im Emsland war die Verwirklichung  Sinfonischer Blasmusik gemeinsam mit anderen Kulturträgern und  parallelen Medien; künstlerischen Aktivitäten wie Tanz, Aktionskunst, Film und erzählter Geschichte; das Stummfilm ? Konzert im Lingener Theater am 05. Mai war ein erster Schritt auf  neuen Wegen, mit denen sich das Emslandorchester von gängiger Konzertpraxis abheben möchte.

Der tagespolitische Anlass mit Konflikten im "arabische Frühling" rund um das südliche Mittelmeer, war noch gar nicht präsent, als die Filmmusik-Idee des Orchesters mit dem wundervollen Werk von Komponist LeClair zusammentraf;

In der historischen Film-Vorlage 1903 und deren Verwirklichung von Regisseur Eisenstein 1928 steht wie  heute, in 2013,  der Mensch in seiner Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in einer gewachsenen multikulturellen Gesellschaft; Freiheit ist das Thema der Menscheit ? auch in diesem Projekt?